Freie Christengemeinde Ecclesia Laupheim

Unsere Werte

1. Vollkommenes Heil

Wir sind davon überzeugt, dass Gott jedem Menschen vollkommenes Heil schenken möchte. Dieses Heil wird durch den Kreuzestod Jesu und Seine Auferstehung ermöglicht, und umfasst Geist, Seele und Körper (Apg. 4,12; 1.Thess. 5,23). Dieses Heil ist gekennzeichnet durch überfließendes Leben in wahrer Lebensqualität (Joh.10,10b).

Heil für den Geist

Das Heil für den Geist beinhaltet die Vergebung unserer Schuld und die geistliche Wiedergeburt in ein neues, ewiges Leben der Gemeinschaft mit Gott. Niemand hat dieses Heil von Geburt an oder durch einen äußerlichen Akt (z.B. Taufe). Wir erhalten dieses Heil als Geschenk Gottes, wenn wir das einmalige, vollkommene Opfer Jesu am Kreuz im Glauben persönlich annehmen (Röm. 3,23-24; Eph. 2,8-9). Die Errettung ist aber nicht Endpunkt, sondern Ausgangspunkt eines Lebens der Jüngerschaft und der Heiligung.

Heil für die Seele

Viele Menschen haben Wunden und Narben in ihrer Seele, die Gott heilen möchte. Gott wendet sich insbesondere Menschen mit zerbrochenen Herzen zu (Ps. 34,19; 147,3; Mt.11,28). Es ist unsere Aufgabe als Gemeinde, solchen Menschen eine Heimat zu bieten und eine Umgebung, in der Jesus durch die Liebe untereinander, das gegenseitige Vertrauen und kompetente, geistgeleitete Seelsorge Herzen heilen kann.

Heil für den Körper

Der Dienst Jesu und der Apostel war immer auch von Heilungen begleitet. Unser Körper ist nicht minderwertig oder ein Gefängnis für den Geist, sondern ist Teil der Schöpfung, die Gott als “sehr gut” bezeichnet (1.Mos.1,31). Deswegen kümmert sich Gott auch um körperliche Gebrechen und will sie heilen. Jesus hat am Kreuz nicht nur unsere Sünden, sondern auch unsere Krankheit getragen (Jes.53,4-5) und die Grundlage für unsere körperliche Heilung geschaffen. Er gab Seinen Jüngern mehrfach den Auftrag, diese Heilung weiterzugeben (Mt. 10,1; Lk. 10,9; Mk. 16,18). Wir lehnen ärztliche Hilfe und medizinischen Fortschritt nicht ab, rechnen aber auch mit Gottes übernatürlichem Eingreifen und Heilung durch Gebet.

2. Missionarischer Eifer

Wir sind davon überzeugt, dass jeder Mensch eine persönliche Entscheidung für ein Leben mit Jesus treffen muss, um für ewig gerettet zu sein. Deshalb kann, wer das Heil Gottes erlebt hat, nicht davon schweigen, sondern muss diese gute Nachricht (“Evangelium”) an seine Mitmenschen weiter geben (Mt.28,19; 1.Kor.9,16). Dieses Evangelium darf sich nicht nur in unseren Worten äußern. Unser ganzes Denken, Reden und Handeln soll von der Liebe Jesu und Seinem Interesse an den Menschen unserer Umgebung bestimmt sein. Gemeinde Jesu kann nie Selbstzweck sein, sondern muss für andere da sein. Die Menschen selbst sind das Programm Jesu. Deshalb kommt für uns der Mensch vor der Sache. Und deshalb wollen wir all unsere Kreativität einsetzen, um den Menschen das Liebesangebot Gottes nahe zu bringen.

3. Allgemeines Priestertum

Wir sind davon überzeugt, dass Gott jeden Gläubigen dazu gebrauchen will, aus Menschen, die keine persönliche Beziehung zu Gott haben, zu hingegebenen Nachfolgern Jesu zu machen. Wir sind von Gott berufen, eine königliche Priesterschaft zu sein (1.Petr.2,9). Jeder Gläubige hat von Gott Gaben empfangen, mit denen er seinen Mitmenschen innerhalb und außerhalb der Gemeinde dienen soll (1.Petr.4,10). Wir wollen deshalb konsequent darauf achten, dass jeder Gläubige in unserer Gemeinde den Platz findet, an dem er dienen soll und dass wir jeden zu seinem Dienst freisetzen und in seinem Dienst fördern. Das schließt nicht aus, dass es Geschwister geben kann, die von der Erwerbsarbeit freigestellt werden, um sich ganz ihren Aufgaben im Reich Gottes zu widmen. Außerdem bedeutet das allgemeine Priestertum keine Anarchie oder Demokratie. Wir wollen in unserer Gemeinde das biblische Prinzip der Leiterschaft praktizieren. Das bedeutet, dass Leiter von Gott berufen und vom Heiligen Geist für ihre Aufgabe ausgerüstet sind (Apg.20,28; 13,2; 6,3) und dass ihre Leiterschaft nicht herrschen bedeutet, sondern dienen (Joh.13,13-15; Mt.20,25-28).

4. Liebevolle Beziehungen

Wir sind davon überzeugt, dass der liebevolle Umgang der Christen untereinander und den Außenstehenden gegenüber Voraussetzung für den Segen Gottes und einen effektiven Dienst der Gemeinde ist (Joh.13,35). Gott ist Liebe und deshalb muss unser Umgang miteinander von dieser Liebe Gottes geprägt sein, die in unsere Herzen ausgegossen ist durch den Heiligen Geist (Röm.5,5). Diese Liebe untereinander bedeutet nicht, dass wir zu allem schweigen oder alles gut heißen. Im Gegenteil fordert uns das Wort Gottes immer wieder auf, einander zu ermutigen und zu ermahnen. Das bedeutet also auch, dass wir uns in Liebe die Wahrheit sagen wollen. Zum liebevollen Umgang miteinander ist es dann natürlich unerlässlich, dass wir nicht nur “austeilen”, sondern auch, dass wir Korrektur annehmen können und in der Vergebung leben (Kol.3,12-15).
Die liebevolle Gemeinschaft erstreckt sich auch auf die Geschwister, die unserem Herrn in einer anderen Gemeinde nachfolgen. Deshalb suchen wir die Einheit zwischen den verschiedenen Gemeinden, Kirchen und Gemeinschaften (Joh.17,20-21). Dabei wollen wir nach dem Leitsatz leben: “Im Wesentlichen Einheit, im Zweifelsfall Freiheit, in allem Liebe”. Diese Einheit ist nicht Zuckerguss auf unserer Gemeindetorte, sondern einer der zentralen Werte.